DSCN1214Im morgendlichen Nebel von Coerde gelang VU gegen Roko zwar nicht die Revanche für die derben Klatschen der Vorsaison (1:5, 0:6), jedoch darf ein 1:1 Unentschieden gegen den amtierenden Meister wohl als Erfolg gewertet werden. Vor allem da Roko nur durch einen höchst umstrittenen Handelfmeter zum Ausgleich kam. Doch alles der Reihe nach:

An dem wohl bisher kältesten und vernebeltsten Tag des Herbstes fanden sich immerhin 13 Mann zusammen, um die am letzten Spieltag leider beendete Siegesserie wieder aufleben zu lassen. Eine schwere Aufgabe, da mit dem FC Roko 2010 die wohl zurzeit, neben den GWT, stärkste Mannschaft und amtierender Meister der Bunten Liga als Gegner aufwartete. Das Spiel war jedoch zunächst relativ ausgeglichen. Weder VU noch Roko konnten sich vor dem gegnerischen Tor entscheident in Szene setzen. Mitte der Halbzeit kam Debütant Johannes nach einem langen Freistoß an den Ball, konnte ihn jedoch nicht gefährlich aufs Tor bringen. Negativer Höhepunkt der ersten Halbzeit war ein Foulspiel im Mittelfeld, nach dem Robert mit Stollenabdrücken auf dem Fuß vom Platz musste. Fairerweise wurde er von Roko direkt in rauen Mengen mit Eisspray versorgt. Kurz vor der Pause erhöhte Roko dann den Druck auf die neu formierte Viribus-Defensive und kam zu mehreren Abschlüssen, die, falls sie aufs Tor kamen, allesamt von Nils souverän entschärft wurden.

Zur zweiten Halbzeit wurde dann bei VU umgestellt: Jan rückte von der Innenverteidigung auf die 6, um das Aufbauspiel vom Roko effektiver unterbinden zu können. Die Umstellung sollte sich bezahlt machen: statt zu zerstören verfolgte Jan das Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ und erzielte kurz nach der Pause das 1:0 für VU! Infolgedessen erhöhte Roko deutlich den Druck, kam aber eigeentlich nur bei individuellen Fehlern der VU-Defensive zu zwingenden Chancen. Nils zeigte sich jedoch, trotz Erkältung, in Topform und hielt mehrmals in Weltklasse-Manier. Zudem wurde ein Roko-Tor wegen Abseits nicht anerkannt. Das Glück blieb VU jedoch nicht bis zum Ende treu: nach einen Eckball sprang der Ball Wilko an die Schulter (der Abdruck war mehr als deutlich zu sehen: SCHULTER!) und der Schiedsrichter entschied zum Entsetzen der 4 Mann und Frau starken Viribus-Fangemeinde auf Elfmeter – 1:1. Die letzten Minuten wurden dann sehr hektisch und die Zweikämpfe wurden von beiden Seiten hart gefürt, was zu mehreren Wortgefechten und erhitzten Gemütern führte.

DSCN1224Am Ende hieß es 1:1, was man vor dem Spiel wahrscheinlich direkt unterschrieben hätte, sich aufgrund des Spielverlaufs aber eher wie zwei verloren Punkte anfühlte. Schlechte Laune kam jedoch gar nicht erst auf, da Hannes aufgrund seines Geburtstags einen Kasten Bier sponsorte. Na denn, Prost!

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