Ein Schiedsrichter hat es nicht leicht – auch nicht in der Bunten Liga. Dies ist insbesondere nach den erneuten Wettskandalen in den unteren Ligen, auch die Bunte Liga bleibt da nicht außen vor, wenig verwunderlich.

Dazu ein Kommentar des mannschaftsberatenden Schiedsrichtertrainers Hoyzer.

Ständige Anfeindungen und harsche Kritik, auf und neben dem Platz, bei der um jede Entscheidung gefeilscht wird, sind mittlerweile zum Alltag geworden. Auch wenn im Fußball die Tatsachenentscheidung gilt, um den Spielfluss aufrecht zu erhalten.

Der Respekt vor dem Schiri war nicht immer so niedrig. Heutzutage meinen die meisten, dass die Tätigkeit des Schiedsrichters jeder könne. Aber das Schiedsrichten ist tatsächlich harte Arbeit und dennoch nur ein Ehrenamt. Alle deutschen Schiedsrichter, sowohl in der Bunten als auch in der Bundesliga, tun dies ohne einen Lohn, sie erhalten lediglich eine Aufwandtsentschädigung. Wahrscheinlich keine angemessene finanzielle Unterstützung, wenn man schon auf dem Platz der Buhmann ist!

Allein aus Überzeugung und Leidenschaft zum Sport zu schiedsrichten sollte jedoch den Respekt der Spieler verdienen. Übrigens gibt es diese Entwertung der Schiedsrichtertätigkeit nicht in jeder Sportart. Schauen Wir uns doch zum Beispiel mal im Rugby um. Da gilt, was der Referee zu sagen hat. Der entscheidet, und das wird dann ohne Murren akzeptiert. Das liegt aber nicht nur an der Position des Schiedsrichters sondern auch am allgemeinen Sittenverfall im Fußballsport. Hier muss man ansetzen.

Der Grundgedanke der Bunten Liga ist im Kampf um den Titel auf der Strecke geblieben. Der frühere Anspruch, unerkannte Fouls freiwillig zuzugeben, ist mittlerweile auf dem Platz kaum noch zu beobachten! Dies mag neben dem entfesselnden Kapitalismus, der in den Köpfen der Arbeiter mit auf den Platz genommen wird, auch an den ständigen Spielen auf roter Erde liegen. Es wird also um so dringender Zeit sich um einen Rasenplatz zu kümmern.

2 sehenswerte Trailer zu diesem Thema:

Wird am 16. Dezember um 21:10 im SF ausgestrahlt.

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