kühneAufgrund vermehrter kritischer Stimmen im Umfeld der Bunten Liga, angeheizt durch die enge Punktekonstellation an der Tabellenspitze gegen Ende der Hinrunde, sieht sich VU zu einer Stellungnahme durch den Integrationsbeauftragen H. Kühne (nicht der erste Beauftragte der BRD, siehe Bild) gezwungen.

Der Integrationsbeauftragte H. Kühne: „Gelebte Integration im Fußball ist immer noch ein Problem“.

VU: Herr Kühne, wie sehen Sie die gegenwärtige Lage der Integration im deutschen Hobbyfußball?

Kühne: Gerade durch den tragischen Freitod Robert Enkes zeigt sich die unnachgiebige Härte des Profi-Fußballs, welcher sich selbstverständlich problemlos auf den Freizeitfußball übertragen lässt. Psychischer Stress bei der Nominierung am Spielfeldrand, Mobbing in der Kabine und der Leistungsdruck auf dem Platz lassen wenig Raum für Miteinander und Nächstenliebe – gelebte Integration im Fußball ist immer noch ein Problem!

VU: Wie lässt sich dieses Bild auf den Club Viribus United übertragen?

Kühne: VU hat sich schon früh FÜR ein heterogenes Team entschieden. Entgegen der Darstellung auf verschiedenen Seiten des populären Sport-Journalismus ohne jegliche investigative Grundlage ist VU jedoch noch lange kein Auffangbecken für hoffnungslose Fälle gestrandeter Fußballleichen. Der auch als Multi-Kulti-Truppe verschriehene Club macht das gar nicht schlecht. Im Gegenteil, mit Viribus United hat sich ein Paradebeispiel gelebter Integration entwickelt.

VU: Inwiefern?

Kühne: Durch den ständigen Zuwachs an neuen Spielern bleibt das Team nicht stehen. Der ständige Wandel führt natürlich nicht nur zu Vorteilen. Eine aufwändige Planung und Organisation steht aber einem großen Vorteil gegenüber!

VU: Welcher?

Kühne: Die Heterogenität im Team führt zu vielfältigen Spieleinflüssen aller Herren Länder und macht es den Gegnern schwierig sich auf uns einzustellen. Unser ganzes Team aus Jokern wächst jedes Mal auf dem Platz neu zusammen.

VU: Mit welchen Vorurteilen hat man gerade in den unteren Liegen immer wieder zu kämpfen?

Kühne: Beispielsweise mit kritischen Stimmen am Spielfeldrand, die betonen wollen, eine Mannschaftsinterne Kommunikation sei schlichtweg nicht möglich. Hier widersprechen klar die Ergebnisse der letzte Spiele und die Spielfreude auf dem Platz.

VU: Vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten.

Kühne: Gerne.

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