porcellinoMitten im historischen Stadtzentrum von Florenz, nahe der Piazza Signorina und der Ponte Vecchio, an einem der beliebtesten abendlichen „Freiluft-Vorglüh-Plätze“ befindet sich der hochkarätige Neuzugang von Viribus United. Als wären die erfreulichen Nachrichten der letzten Wochen, dass immer mehr Nationen und Regionen das VU-Trikot überstreifen nicht schon genug. Nun galoppiert auch ein namhafter Vierbeiner für die Weiß-Schwarzen auf.

Porcellino will von nun an seinen von Touristen wundgescheuerten goldenen Torriecher für Siege von VU einsetzen. Bekanntheit erlangte Porcellino u.a. durch eine Novelle von Hans- Christian Anderson, in jener rettet Porcellino einen halbverhungerten Jungen und wandelt mit dem Jungen zusammen durch die sternenklare Florentiner Nacht, vorbei an all den Skulpturen und Gebäuden, die gerade nachts einen besonderen Charme versprühen.

Nun aber möchte Porcelinho, immerhin ein festes Wahrzeichen der Stadt, neuen Aufgaben nachgehen und das letzte Quäntchen sein, das VU braucht , wenn es mal wieder ganz ganz knapp wird. Im Interview verriet der geschätzte 250 kg Kollos Porcellino, der sich auch kritischen Fragen stellen musste, seine Ambitionen.

VU: Ihr plötzliches Engagement bei VU schlug im westfälischen ein, als würde Preußen kurz vor der Meisterschaft stehen, warum dieser Schritt?

Porcellino: Nach einigem hin- und her gegruntze und der „mir“ geglückten Qualifikation des AC Florenz („la viola“) für die Championsleague habe ich neue Herausforderungen gesucht.

VU: Möchten Sie dem bisher nur imaginär bestehenden Maskottchen „OLFI“, das von Graf Hannes benannt wurde, in Anlehnung an die für starken Geruch bezeichnende Einheit OLF, und wohl als Faultier stets an der Latte hängen sollte, Konkurrenz machen?

Porcellino: Keinesfalls, es wird ein miteinander aller Maskottchen geben. Wir Maskottchen wollen ein Abbild der Mannschaft sein, und die ist ja bekanntlich sehr sehr international! Ich habe auch bereits mit „Bubo“ der Eule telefoniert, manche erinnern sich ja vielleicht noch, sie wurde als Maskottchen der ersten Stunde von Martin gehandelt. Wir sind einhellig zu dem Schluss gekommen, dass es ein konstruktives miteinander an den Spieltagen geben wird.

VU: Denken Sie Ihr Engagement wird gegnerischen Fanattacken nicht ein allzu leichter Zielpunkt sein. Man hörte bereits von konspirativen kreisen, die ganz plump Schweine gequieke am Spielfeldrand imitieren wollten. Andere wollen VU sogar die Schweinegrippe an den Hals wünschen.

Porcellino: Ich denke in dieser Liga gibt es keinen Platz für Animal- Maskottchen-Rassismus, andernfalls werden die Rivalen meine Wucht zu spüren bekommen! Übrigens bin ich gegen Schweinegrippe bereits geimpft, in unseren Kreisen ist das selbstverständlich!

VU: Abschliessend noch eine persönliche Frage zu Ihrer Vergangenheit. Stimmt es, dass Sie bereits ein Praktikum bei einem kamerunischen Schamanen absolviert haben?

Porcellino: Das ist absolut richtig, nicht zu letzt deswegen konnte ich mich den VU- Jungs anschließen, und das Praktikum diente meiner akribischen Vorbereitung auf das, was mich in der BL- Münsterland erwartet.

VU: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

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